Handschriftenportal

Mit dem Onlineportal Manuscripta Mediaevalia steht seit den späten 1990er Jahren dank der Förderung durch die DFG ein nationaler Gesamtkatalog für Handschriften in deutschen Sammlungen zur Verfügung. Heute umfasst Manuscripta Mediaevalia Informationen zu mehr als 100.000 Handschriften (nicht nur deutscher Institutionen) und kann als Nachweis auch für Digitalisate genutzt werden.

Das inzwischen technisch veraltete und gegenüber aktuellen Nutzungsansprüchen unbefriedigende Angebot von Manuscripta Mediaevalia kann nun ersetzt werden: Am 20. Dezember 2017 bewilligte die DFG einen Antrag für die Entwicklung eines neuen Handschriftenportals, das zentral Text- und Bildinformationen zu Buchhandschriften des Mittelalters und der Neuzeit nachweisen und alle bisherigen Inhalte von Manuscripta Mediaevalia übernehmen wird.

Das neue Portal wird als Eigenentwicklung von vier großen Bibliotheken, die gleichzeitig Handschriftenzentren sind, auf der Basis von Open Source-Software realisiert werden. Die Projektgruppe setzt sich zusammen aus der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (SBB-PK), der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL), der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) und der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB).

Über den genauen inhaltlichen Zuschnitt des Projekts informiert die „Beschreibung des Vorhabens“ aus dem DFG-Antrag, die hier bereitgestellt ist.

Die derzeitige Projektbewilligung bezieht sich auf eine dreijährige Entwicklungsphase, an deren Ende das neue System in den Grundfunktionen Datenverwaltung, Dateneingabe und Datenpräsentation live gehen wird. Mit der Freischaltung einer Betaversion wird im Spätjahr 2020 gerechnet. Bei der Entwicklung sollen alle interessierten Communities kontinuierlich und intensiv einbezogen werden.

Auf dieser Seite können Sie sich über die Fortschritte bis zum Start des geplanten Portalprojekts informieren. Mit Projektstart im Herbst 2018 wird die Kommunikation mit den Communities auf die Homepage des Handschriftenportals (inkl. Blog und Social Media) übergehen.

News

Das Team der ‚Datenredaktion‘ hat sich am 25. und 26. November an der BSB München zu einem Workshop zusammengefunden. Die Projektmitarbeiter*innen der vier Partnerinstitutionen blickten gemeinsam auf die Ergebnisse des ersten Projektjahrs zurück und planten die anstehenden Arbeitsschritte. Gegenstand der nächsten Tätigkeiten wird die sogenannte Wertebearbeitung sein: Hier werden die Kerndaten der in ManuMed vorhandenen Handschriftenbeschreibungen auf Vollständigkeit und datentechnische Einheitlichkeit überprüft und anschließend homogenisiert. Die Arbeiten sind Voraussetzung dafür, dass die Daten aus ManuMed möglichst konsistent in das neue Handschriftenportal überführt werden können.

Am 1./2. April 2019 fand an der Staatsbibliothek zu Berlin das Halbjahrestreffen der Handschriftenzentren statt, bei dem auch der Wissenschaftliche Beirat in seiner neuen Zusammensetzung erstmals zusammentraf. Am Zentrentreffen nahm ebenfalls der neu einberufene Beirat zum Handschriftenportal-Projekt teil:
– Prof. Christoph Flüeler (e-codices, Fragmentarium)
– Björn Gebert, M.A. (Mittelalterblog)
– Dr. Christine Glaßner (manuscripta.at)
– Dr. Michael Herkenhoff (Vertreter für Altbestandsbibliotheken)
– Prof. Peter Rückert (WZIS und Archive)
– Prof. Jürgen Wolf (Handschriftencensus)

Allen Vertreter*innen der Handschriftenzentren und der beiden Beiräte sowie den ständigen Gästen (UB Heidelberg, Österreichische Akademie der Wissenschaften/Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters) wurde der aktuelle Stand im DFG-Projekt Handschriftenportal vor- und zur Diskussion gestellt. Dabei wurde auch über die verschiedenen Workshops mit Vertreter*innen der Zielcommunities des HSP berichtet.

In einem ganztägigen Workshop haben Vertreter*innen verschiedener Fachcommunities intensiv Anforderungen formuliert, die sie an ein zukünftiges Handschriftportal stellen. Vertreten waren arrivierte Fachgelehrte und Nachwuchswissenschaftler*innen aus den Disziplinen Germanistik, Geschichte, Mittellatein, Kunstgeschichte, Buchforschung, Kodikologie, Paläographie, Theologie, Byzantinistik und Digital Humanities sowie Handschriftenkatalogisierer*innen aus den deutschen Handschriftenzentren. Der Großteil der Anregungen und Vorschläge bezog sich auf die Bereiche Suchfunktion(en), Digitalisatanzeige sowie auf das Handling und die intuitive Bedienbarkeit des UI. Unter Beteiligung der Projekt- und Entwicklerteams aus Berlin, Leipzig, Wolfenbüttel und München konnten die formulierten Anforderungen diskutiert und spezifiziert werden.

IT-Kick-off zum Handschriftenportal-Projekt: Am 24./25. Januar 2019 fand an der Staatsbibliothek zu Berlin das technische Auftakttreffen des Handschriftenportal-Projekts statt. Zum Jahresanfang hat die IT-Entwicklungsarbeit im Projekt begonnen. Am Berliner Treffen waren alle technischen Partner sowie eine Vertreterin der BSB München beteiligt. Im Mittelpunkt des Kick-offs standen die gemeinsame Planung der ersten Entwicklungs-Sprints sowie die Abstimmung grundsätzlicher Aspekte der Architektur und der Organisation. Parallel erfolgen seit Januar 2019 in Zusammenarbeit der UB Leipzig mit der Universität Stanford und anderen internationalen Playern die Arbeiten an der Neuentwicklung von Mirador 3, einer zentralen Komponente für die Präsentation im Handschriftenportal.

Projektstart: Zum 1. Oktober 2018 hat das DFG-Projekt Handschriftenportal nach einer intensiven Vorbereitungsphase seine reguläre Arbeit aufgenommen. Am 9. und 10. Oktober fand ein erstes Arbeitstreffen mit den Projektmitarbeiter*innen der vier Partnerinstitutionen an der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Dabei stand das Arbeitspaket ‚Datenredaktion‘ im Zentrum. Im Rahmen dieses Arbeitspakets werden die Volltexte aus über 250 gedruckten Handschriftenkatalogen in den Datenbestand des Portals überführt, auf ihre Kerninformationen hin ausgewertet und so für die künftige Recherche nutzbar gemacht.

Weitere Stellenausschreibung im Rahmen des HSP-Projekts: An der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB-PK) wird ein*e Mitarbeiter*in Öffentlichkeitsarbeit/Datenredaktion für das DFG-Projekt „Handschriftenportal. Entwicklung eines zentralen Onlineportals für Erschließungs- und Bilddaten zu Buchhandschriften“ (50% VZÄ, bis Entgeltgruppe E11 TVöD) gesucht. Eine Bewerbung ist bis zum 28. September 2018 möglich.

IIIF Outreach Handschriftenportal 2018: Im Rahmen des DFG-Projekts Handschriftenportal veranstaltet die UB Leipzig am 15./16. Oktober 2018 einen IIIF Outreach Event, um Kultureinrichtungen aus Deutschland, die IIIF noch nicht einsetzen, über die Grundlagen dieser Technologie zu informieren und mit denjenigen Einrichtungen zusammenzubringen, die mit IIIF bereits Erfahrungen gesammelt haben und systematisch einsetzen.

Weitere Stellenausschreibung im Rahmen des HSP-Projekts: An der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB-PK) werden zwei Wissenschaftliche IT-Mitarbeiter*innen für das DFG-Projekt „Handschriftenportal. Entwicklung eines zentralen Onlineportals für Erschließungs- und Bilddaten zu Buchhandschriften“ (bis Entgeltgruppe E13 TVöD) gesucht.

Weitere Stellenausschreibungen: An der HAB Wolfenbüttel sind seit heute zwei weitere Stellen im Rahmen des DFG-Projekts Handschriftenportal ausgeschrieben: eine für IT-Entwicklung/Skripting (0,5 Entgeltgruppe TV-L E 13) und eine für die Datenredaktion (Entgeltgruppe TV-L E 9).

Weitere Stellenausschreibungen zum HSP-Projekt: An der UB Leipzig sind seit heute insgesamt fünf Stellen für IT-Entwicklung sowie Datenredaktion ausgeschrieben.

Weitere Stellenausschreibung der SBB-PK Berlin: Im Rahmen des DFG-Projekts Handschriftenportal sind seit heute an der Staatsbibliothek zu Berlin zwei Stellen für redaktionelle Tätigkeiten ausgeschrieben:  eine bis Entgeltstufe E 9 TVöD und eine bis E 10 TVöD.

Erste Stellen-Ausschreibungen für DFG-Projekt Handschriftenportal: An der Staatsbibliothek zu Berlin sind seit 12. Juni insgesamt drei Projekt-Stellen für den IT-Bereich ausgeschrieben (bis Entgeltgruppe E 11 bzw. E 13 TVöD).

Im Zuge der Vorbereitungen für den Start des DFG-Projekts Handschriftenportal (HSP), in dem die UB Leipzig unter anderem in Kooperation mit US-amerikanischen Einrichtungen die Weiterentwicklung von Mirador übernehmen wird, findet am 27. April 2018 in der UB Leipzig ein offenes Brainstorming-Meeting statt. Hier sollen gemeinsam mit anderen Interessierten fachwissenschaftliche Anforderungen für Funktionalitäten gesammelt werden, die bislang von Mirador nicht erfüllt werden. Es geht also zunächst nicht um Fragen der technischen Realisierung, sondern was aus fachlich-handschriftenkundlicher Nutzer*innen-Sicht wünschenswert wäre.

Am 5. Februar fand an der Staatsbibliothek zu Berlin ein erstes Meeting für das kommende DFG-Projekt Handschriftenportal (HSP) statt, an dem Vertreter*innen aller vier Partner-Institutionen teilnahmen. Dabei wurden die vorbereitenden Maßnahmen bis zum Projektbeginn sowie der Umgang mit den Kürzungen der DFG in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, IIIF-Hosting und Reisemittel beraten. Weitere Themen waren z. B. Zeitpläne für die anstehenden Stellenbesetzungen sowie die Entwicklung eines erweiterten Usability-Konzepts.
Starttermin des Projekts soll der 1. September 2018 sein. Außerdem wurde beschlossen, die inhaltliche Konzeption des HSP-Projekts, wie sie im DFG-Antrag entworfen ist, öffentlich bereitzustellen, um die Communities transparent über das geplante Vorgehen zu informieren und Feedback zu ermöglichen. Ein PDF der „Beschreibung des Vorhabens“ aus dem Antrag finden Sie hier.
Bis zum offiziellen Beginn des HSP-Projekts wird auf dieser Seite weiter über aktuelle Entwicklungen zum HSP berichtet.

DFG bewilligt Handschriftenportal-Antrag: Die Bibliotheken in Berlin (SBB-PK), Leipzig (UB), Wolfenbüttel (HAB) und München (BSB) haben vor kurzem die Bewilligung ihres gemeinsamen Antrags zur Entwicklung eines neuen nationalen Handschriftenportals erhalten. Für Anfang Februar ist ein erstes Treffen der Projektgruppe angesetzt, um den zügigen Start der Projektarbeiten im Sommer 2018 vorzubereiten.

DFG-Prüfgruppentermin für Handschriftenportal-Antrag: Am Mittwoch, 18.10.2017, konnten Vertreter*innen der vier Antragsteller-Institutionen den Handschriftenportal-Antrag vor einer Prüfgruppe der DFG erläutern und sich den Fragen der Gutachter*innen stellen.

Ein neuer Antrag zur Entwicklung eines zeitgemäßen Handschriftenportals für Deutschland wurde bei der DFG eingereicht.