Handschriftenportal

Mit Manuscripta Mediaevalia wurde seit den 1990er Jahren mit Unterstützung der DFG ein zentrales Portal für die Bereitstellung von Erschließungsdaten zu Handschriften in deutschen Sammlungen entwickelt, das heute Informationen zu mehr als 120.000 Handschriften umfasst und zunehmend nicht nur auf Handschriftenbestände in Deutschland beschränkt ist. Seit mehreren Jahren wird Manuscripta Mediaevalia auch als zentraler Nachweis für Digitalisate von Handschriften genutzt.

Das inzwischen technisch veraltete Angebot von Manuscripta Mediaevalia möchten die Handschriftenzentren nun durch ein neues Handschriftenportal ersetzen, das zentral Text- und Bildinformationen zu Buchhandschriften des Mittelalters und der Neuzeit nachweist. Nachdem die DFG einen ersten Antrag für ein neues Handschriftenportal im Herbst 2016 abgelehnt und zu einem Neuantrag ermuntert hat, haben die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, die Universitätsbibliothek Leipzig, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Bayerische Staatsbibliothek München nun einen zweiten DFG-Antrag in engster Abstimmung mit den anderen Handschriftenzentren, dem Wissenschaftlichen Beirat der Handschriftenzentren sowie einem um Vertreter*innen von Infrastruktureinrichtungen erweiterten Beirat ausgearbeitet. Dieser Neuantrag wurde am 7. Juli 2017 bei der DFG eingereicht und mit Schreiben vom 20. Dezember 2017 bewilligt.

Auf dieser Seite können Sie sich kontinuierlich über die Fortschritte des geplanten Portalprojekts informieren. Im Fall einer Projektbewilligung wird ein eigenes Projekt-Blog die Arbeitsschritte nach außen kommunizieren und so allen Interessierten in der laufenden Entwicklung Tests und Feedback ermöglichen.

News

Weitere Stellenausschreibung der SBB-PK Berlin: Im Rahmen des DFG-Projekts Handschriftenportal sind seit heute an der Staatsbibliothek zu Berlin zwei Stellen für redaktionelle Tätigkeiten ausgeschrieben:  eine bis Entgeltstufe E 9 TVöD und eine bis E 10 TVöD.

Erste Stellen-Ausschreibungen für DFG-Projekt Handschriftenportal: An der Staatsbibliothek zu Berlin sind seit 12. Juni insgesamt drei Projekt-Stellen für den IT-Bereich ausgeschrieben (bis Entgeltgruppe E 11 bzw. E 13 TVöD).

Im Zuge der Vorbereitungen für den Start des DFG-Projekts Handschriftenportal (HSP), in dem die UB Leipzig unter anderem in Kooperation mit US-amerikanischen Einrichtungen die Weiterentwicklung von Mirador übernehmen wird, findet am 27. April 2018 in der UB Leipzig ein offenes Brainstorming-Meeting statt. Hier sollen gemeinsam mit anderen Interessierten fachwissenschaftliche Anforderungen für Funktionalitäten gesammelt werden, die bislang von Mirador nicht erfüllt werden. Es geht also zunächst nicht um Fragen der technischen Realisierung, sondern was aus fachlich-handschriftenkundlicher Nutzer*innen-Sicht wünschenswert wäre.

Am 5. Februar fand an der Staatsbibliothek zu Berlin ein erstes Meeting für das kommende DFG-Projekt Handschriftenportal (HSP) statt, an dem Vertreter*innen aller vier Partner-Institutionen teilnahmen. Dabei wurden die vorbereitenden Maßnahmen bis zum Projektbeginn sowie der Umgang mit den Kürzungen der DFG in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, IIIF-Hosting und Reisemittel beraten. Weitere Themen waren z. B. Zeitpläne für die anstehenden Stellenbesetzungen sowie die Entwicklung eines erweiterten Usability-Konzepts.
Starttermin des Projekts soll der 1. September 2018 sein. Außerdem wurde beschlossen, die inhaltliche Konzeption des HSP-Projekts, wie sie im DFG-Antrag entworfen ist, öffentlich bereitzustellen, um die Communities transparent über das geplante Vorgehen zu informieren und Feedback zu ermöglichen. Ein PDF der „Beschreibung des Vorhabens“ aus dem Antrag finden Sie hier.
Bis zum offiziellen Beginn des HSP-Projekts wird auf dieser Seite weiter über aktuelle Entwicklungen zum HSP berichtet.

DFG bewilligt Handschriftenportal-Antrag: Die Bibliotheken in Berlin (SBB-PK), Leipzig (UB), Wolfenbüttel (HAB) und München (BSB) haben vor kurzem die Bewilligung ihres gemeinsamen Antrags zur Entwicklung eines neuen nationalen Handschriftenportals erhalten. Für Anfang Februar ist ein erstes Treffen der Projektgruppe angesetzt, um den zügigen Start der Projektarbeiten im Sommer 2018 vorzubereiten.

DFG-Prüfgruppentermin für Handschriftenportal-Antrag: Am Mittwoch, 18.10.2017, konnten Vertreter*innen der vier Antragsteller-Institutionen den Handschriftenportal-Antrag vor einer Prüfgruppe der DFG erläutern und sich den Fragen der Gutachter*innen stellen.

Ein neuer Antrag zur Entwicklung eines zeitgemäßen Handschriftenportals für Deutschland wurde bei der DFG eingereicht.